BREAKING NEWS14.03.2011 - 23:04 Uhr

“Husten, Gliederschmerzen, Fieber” … nein ich bin nicht krank, das war wortwörtlich der Beginn eines Verkaufsgespräches am “Schalter” neben mir bei meinem letzten Besuch in der Apotheke.
Etwas befremdlich schaue ich zur Kundin zu meiner linken und komme mir vor wie bei Jeopardy.
“Ich möchte lösen, die Frage lautet: Was sind die 3 häufigsten Grippesymptome in dieser Saison?” Ok, wir befinden uns in einer Apotheke und es mag offensichtlich sein, dass die Dame Medikamente gegen ihre Beschwerden haben möchte, aber ist da verbal nicht noch ein wenig mehr drin? Könnte man nicht wenigstens ein paar höfliche Umgangsformen wahren? “Ich hätte gerne Husten, Gliederschmerzen, Fieber!” … das wäre doch schon mal ein Anfang, wenn auch ausbaufähig. Schließlich spricht man mit einem Menschen und googelt nicht die Apotheke. Haben wir uns schon so auf 140 Zeichen runtergetwittert? “#Husten #Fieber #Krankenschein RT @sewew23 lade gleich Foto vom Auswurf hoch”… WTF?, denke ich nur wenn ich so was lese. Ich bin ja für viel zu haben, aber Twitter habe ich noch nie verstanden. Und ich brauch auch keinem “folgen”, das Konzept hat sich in Deutschland schon einmal als fatal erwiesen. Der kommunikative Supergau im Schaufspelz niedlichen Federkleid. Zum Glück gibt es aber auch Lichtblicke. Zum Beispiel Poetry Slams. Ein Wettstreit zwischen Dichtern die ihre selbst verfassten Texte im ehrlichen Duell dem Publikum präsentieren. Patrick Salmen ist zum Beispiel ein wahrer Meister dieses Genres. Diese tolle Bewegung ist bis jetzt völlig an mir vorbeigegangen muss ich zu meiner Schande gestehen, aber zum Glück hat mir jemand das folgende Video gezwitschert.

 
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